Die Reiselimousine GLAS 1700 und 1700 TS

Als elegantes und komfortables Fahrzeug

Offizielles Foto GLAS 1500 IAA 1963Offizielles Foto GLAS 1500 IAA 1963der gehobenen Mittelklasse präsentierte sich auf der IAA 1963 eine viertürige Limousine, der GLAS 1500 mit 70 PS. Vom Charakter her ein individualistisches Understatement-Auto mit einer Linienführung, die seiner Zeit voraus war. Die Karosserie war unverkennbar von dem Turiner Pietro Frua geschneidert.

Als im September 1964 die Produktion anlief, gab man dem Wagen mit 1700 ccm und 80 PS mehr Elastizität und Wettbewerbsfähigkeit mit auf den Weg. Die Presse schrieb: "Ein Individualistenauto, in der Grundkonzeption aber durchaus konventionell: eine viertürige Limousine selbsttragender Art mit einem Vierzylinder-Motor und Vierganggetriebe, mit an Querlenkertrapezen einzeln geführter Vorderachse und Starrachse hinten."

Schnittbild Glas 1700 Schnittbild Glas 1700 Der GLAS 1700 hatte einen hohen Qualitätsstandard und Reifegrad. Der Preis von 9.250,- DM ergab somit einen hohen Gegenwert und der GLAS füllte die Lücke, die nach dem Wegfall von Borgward im Markt entstanden war. Die Motorleistung wurde später auf 85 PS erhöht, bei einem Leergewicht von 1.200 kg ergab das eine Endgeschwindigkeit von real 160 km/h.

Es folgte eine 1700 TS-Version mit 100 PS bei 5.500 U/min., mit der 170 km/h erreichbar waren. 1965 bot GLAS im 1700 das erste vollautomatische Viergang-Getriebe auf dem Markt an, eine echte Pionierleistung. Ein von Frua gestylter Kombi ging leider nicht mehr in Serie (siehe dazu "Sonstige Fahrzeuge - Prototypen).

GLAS 1700 GLAS 1700               GLAS 1700 TS GLAS 1700 TS



                                                                              

Insgesamt wurden von 1964 bis Ende 1967 13.789 Fahrzeuge produziert, davon 928 TS und 284 Automatik-Ausführungen. Unter BMW wurde die Karosserie mit 1800 ccm auch später noch als BMW 1800SA und BMW 1804 in Südafrika verkauft, in Rhodesien wurden die Fahrzeuge als Cheetah gefertigt. Insgesamt erreicht die Fertigung in Südafrika fast die doppelte Stückzahl der GLAS in Deutschland.