THE GRAND TOURISME COUPÉ
DER GLAS GT
 | | GLAS 1300 GT, 75 PS, Spitze ca. 170 km/h
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Daß GLAS Motoren bauen konnte, hatte man mit dem 1000er Vierzylinder unter Beweis gestellt. Und Leistungsreserven hatte dieser Motor auch noch, dem ein Tester bescheinigte, daß der 30% stärker dimensioniert war, als er eigentlich sein müßste. Was dem 04 aber noch an stilistischer Formgebung fehlte, wurde nur 2 Jahre nach Erscheinen des 1004 durch die Zusammenarbeit mit dem italienischen Karosserie-Designer Pietro Frua aus Turin Wirklichkeit. Wieder war es die IAA, diesmal 1963, als erneut ein Fahrzeug von GLAS,"ein durch und durch Klasse- Rasse- und Vollblut Sportwagen" seine Premiere feierte. Dieses Jahr wurde als das große Jahr der GLAS-Automobile bezeichnet, da gleichzeitig auch eine Lim. mit 1500 ccm vorgestellt wurde. Die Fachwelt war überrascht, die Konkurrenz sprachlos. Wie konnte der GLAS in dieser kurzen Zeit zwei solche Fahrzeuge serienreif machen? Der GLAS GT als 1300 Coupé und als Roadster Cabriolet begeisterte Hunderttausende, die zur IAA wie zu einem heiligen Ort gepilgert waren. Mit diesem Sportcoupé, seiner italienisch geprägten Karosserie gepaart mit deutscher Technik, war GLAS der große Wurf gelungen.
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| GLAS GT mit Hardtop |
Diese Synthese war möglich, weil Frua völlig frei eine Karosserie konstruieren konnte, die kompromißlos auf sportliche Eleganz ausgelegt war. Den Antrieb besorgte der bekannte Vierzylinder aufgebohrt auf 1300 ccm und versehen mit 2 Solex Schrägstrom-Vergasern. Bei 5.800 U/min. leistete der Motor 75 PS und erreichte mit einem Leergewicht von 830 kg eine Spitzengeschwindigkeit von 175 km/h. Der Preis wurde bei Vorstellung mit 11.600, DM veranschlagt. Mit dem GT rückte GLAS eindeutig in den Kreis der gehobenen Mittelklasse ein und selbst für Porsche stellte der GLAS GT eine ernstzunehmende Konkurrenz dar, da er dem 1600 ccm Porsche leistungsmäßig keineswegs unterlegen war.
 | | GLAS GT Cabriolet
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Im März 1964 lief die Produktion des 1300 GT an, 1965 wurde die Leistung auf 85 PS erhöht, die Motorhaube bekam eine Lufthutze, und gleichzeitig wurde der 1700 GT auf den Markt gebracht, der mit 100 PS und 8,4 kg/PS noch temperamentvoller war. Der GT war auf nationalen und internationalen Sportveranstaltungen ein gefürchteter Gegner. Bis Ende 1967 wurden 4.200 Coupés und 365 Cabriolets gebaut. Ab Juni 1967 begann BMW dann mit der Produktion des 1600 GT, von dem in der Cabrio-Version allerdings nur 2 Stück gebaut wurden. Mit dem Produktionsstop des GLAS GT ging ein Stück Individualität auf dem deutschen Automarkt verloren.
 | | GLAS GT 1700 mit 100 PS
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