GLAS Club
GLAS Automobil Club
International e.V.

ROLLS-ROYCE DES KLEINEN MANNES:
GOGGO LIMOUSINE
UND GOGGO COUPÉ


Goggomobil mit Türanschlag hinten und  Schiebefenstern. Eines der ersten Goggo Coupé's von 1957, noch aus der Vorserie.
Goggomobil mit Türanschlag hinten und Schiebefenstern.Eines der ersten Goggo Coupé's von 1957, noch aus der Vorserie.

"Die Lösung einer brennenden Frage!" So lautete die Überschrift zu Prospekten, die im September 1954 erschienen und einen Vierradroller mit Rolldach ankündigten. Endlich war der Kleinwagen fertig, mit dem man bei GLAS von den Ideen her bereits 1952 angefangen hatte und dessen Serienkonstruktion 1953/54 vollendet wurde. Dfe ersten Prototypen waren aber noch mit einer Fronttür versehen, gingen aber nie in Serie. Goggomotor 400 ccm im Querschnitt Im März 1955 begann dann die Serienproduktion, wobei die ersten 5.000 Karosserien noch von Hand verschraubt wurden. Später wurden sie verschweißt und auch die "Ohrwascherln" rechts und links hinten an den Seiten wurden durch Kühlschlitze ersetzt. Die Türen hatten den Anschlag hinten und das Fahrzeug war flür 2 Erwachsene und 2 Kinder konzipiert. Die Goggo Limousine wurde zunächst mit 250 ccm und 300 ccm Motoren ausgeliefert. Die Konstruktion des Motors hatte Felix Dozekal, von Adler kommend, entwickelt. Später gab es dann noch eine 400 ccm Version mit 18,5 PS. Die Goggo-Limousine war ein Riesenerfolg, denn auf ein solches Fahrzeug hatte der kleine Mann bei den damaligen Wirtschaftsverhältnissen ja geradezu gewartet. Das Fahrzeug war solide verarbeitet, gut durchdacht und sehr robust. Und es belastete mit seinen 13,5 PS (250 ccm) den Geldbeutel im Unterhalt nur wenig. Bereits im ersten Jahr der Produktion wurden 10.000 Fahrzeuge verkauft. Aber das war nur der Anfang.

Urahn aller Goggomobile. Der Fronttür-Prototyp, der nie in Serie ging. Querschnitt durch das viersitzige Goggomobil.
Urahn aller Goggomobile. Der Fronttür-Prototyp, der nie in Serie ging.Querschnitt durch das viersitzige Goggomobil.

1956 wurde auf der IFMA bereits das Goggomobil Coupé vorgestellt, das eine der Attraktionen dieser Ausstellung war. Es wurde wahlweise mit mechanischer Schaltung oder einem bei GETRAG entwickelten elektromagnetischem Getriebe ausgeliefert. Zusammen mit dem Goggo-Transporter, der auch auf der IFMA vorgestellt wurde, hatte GLAS also innerhalb von 2 Jahren eine richtige Goggo-Familie auf die Beine gestellt. Und der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Am 28. März 1958 hatte man bereits das 100.000te Goggomobil verkauft. Bis Juni 1969 wurden insgesamt von allen Goggomobilen, also Limousine, Coupé und Transporter 280.000 Stück produziert. Die Autos wurden in die ganze Welt geliefert und selbst in die USA wurden sie mit einer getrennten ölschmierung verkauft, da dort Zweitakt-Gemisch unüblich war.

Freiluftspaß im Goggomobil Coupé Cabriolet. Querschnitt des Goggomobil Coupé's.
Freiluftspaß im Goggomobil Coupé Cabriolet.Querschnitt des Goggomobil Coupé's.

In Deutschland waren es vor allem die Führerschein IV-Inhaber, für die dieses Fahrzeug bis spät in die 60iger Jahre die einzige Alternative war. Während der gesamten Bauzeit ist die Grundkonzeption dieses Fahrzeuges nicht verändert worden, was zeigt, daß dieses Fahrzeug technisch sehr ausgereift war. Auch ein Goggomobil Coup& Cabriolet hat es gegeben, das allerdings nur in ganz wenigen Exemplaren auf den Markt kam. Das Goggomobil ist nicht nur der erfolgreichste Kleinwagen der Nachkriegszeit gewesen, sondern war auch das urtypischste "Kleine-Leute-Auto" dieser Zeit.

Goggomobil mit Türanschlag vorn.
Goggomobil mit Türanschlag vorn.
Goggomobil Coupé mit Türanschlag vorn.
Goggomobil Coupé mit Türanschlag vorn.



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