GLAS Club
GLAS Automobil Club International e.V.
Micro Midget Racer

Mit 135  SachenMit 135 Sachen rasen die kleinen Rennwagen des amerikanischen MICRO-MIDGET-CLUBs über die Betonpiste des Flugplatzes. Die Bilder dieser Seite sind ein Echo auf die Veröffentlichung im letzten Heft, in dem wir bereits unseren Lesern einen GOGGOMOBIL-Rennwagen vorstellten. Auch die Rennwagen des amerikanischen Clubs sind großenteils zusammengebaut aus Teilen des GOGG0M0BILs T250. Sie erreichen eine Spitze von 135 km/h. Manchmal werden sogar Geschwindigkeiten bis zu 180 km/h gestoppt.
Die Amerikaner sprechen sich lobend über ihre Renn-GOGGOMOBILE aus und die Zuschauer sind hell begeistert, Es gibt natürlich auch Zusammenstöße, aber durch die Sicherheitsbügel geht es meist ohne Verletzungen ab.
Rennen, in denen alles dran ist: Spannung, Aufregung und echtes sportliches Interesse.

AUS: Goggomobil-Isar 6/1961

Micro Midget Micro Midget Micro Midget


Ohne Kolumbus kein Amerika ..

OHNE AMERIKANER KEIN MICRO MIDGET

Midget raceDiese nicht ganz ernst zu nehmende Kausalfolge findet ihre Fortsetzung in Deutschland, denn nach hier brachten vor wenigen Jahren US-Soldaten eine Sportart, die drüben zwar schon lange bekannt war und sich großer Beliebtheit erfreute, bei uns aber auch heute noch als Novität gilt. Man könnte ebensogut auch weiter schließen und sagen: Ohne GOGGOMOBIL kein Micro-Midget, denn - man höre und staune - gute 90% dieser Kleinstrennwagen sind mit GOGGOMOBIL-Motoren ausgerüstet. Natürlich nicht mit neuen, sondern mit solchen aus ausgeschlachteten Fahrzeugen. Neue Motoren einzubauen wäre für die Freunde dieses Sports ganz entschieden zu kostspielig.
An vielen Plätzen Deutschlands hat sich diese neue Gattung von Motorsport einen Kreis begeisterter Freunde und bei ihren Veranstaltungen ein interessiertes Publikum geschaffen. Clubs sind entstanden, praktischerweise natürlich nur dort, wo es auch Möglichkeiten für die Abhaltung solcher Kleinstwagenrennen gibt.
Reaparatur
Hebebühnen und Schmiergruben sind für diese kleinen Renner nicht nötig. Ein Ruck - und schon steht er auf der Seite. Mit sachverständigen Handgriffen werden zwischen den Rennen noch letzte Verbesserungen oder auch Reparaturen vorgenommen.
Das sind allemal Flugplötze, vornehmlich amerikanische Flugbasen. Neuerdings sind sogar in Landstuhl und in Hahn von der US-Luftwaffe Spezial-Rennpisten gebaut worden mit vorschriftsmüßig überhöhten Kurven und nach Abmessungen, die den Geschwindigkeiten, die mit diesen Kleinstwagen erzielt werden, entsprechen. Bis zu 140 km/h werden auf den Geraden erreicht - ein Tempo, das sich bei dem geringen Hubraum und den meist recht provisorisch gebauten Micro-Midgets sehen lassen kann.
Ein begeisterter Anhänger dieses Sports und gleichzeitig langjähriger GLAS-AUTOMOBIL-Fahrer aus Kaiserslautern, besuchte unlängst unsere Redaktion und legte uns die Bilder dieser Seiten vor. Herr Herzog gehört bereits seit 2½ Jahren seinem Club als einziger Deutscher an. Ständig auf allen Autofriedhöfen seiner nöheren und weiteren Umgebung auf der Suche nach noch verwendbaren GOGGOMOBIL-Teilen, hat er im Laufe dieser Zeit offenbar schon ganze Serien von Goggomobilen aufgearbeitet und zu immer neuen Konstruktionen zusammengebastelt. Logischerweise ist der Basteltrieb bei diesen Sportlern der Vater aller Dinge, denn im Laden gibt es ja keine Rennwagen zu kaufen. Man darf annehmen, daß sich in den Reihen dieser Sportler sogar ganz besonders gute Mechaniker heranbilden, denn gerade das Improvisieren erfordert oft mehr technische Einfallskraft als sie zu der planmäßigen Ausführung einer Konstruktion von einem gelernten Mechaniker im Durchschnitt aufgebracht werden muß.

Reaparatur Bild Links: Deutlich erkennt man den GOGGOMOBIL-Motor, der hier am Heck des Wegen% befestig ist. Mit wenigen Handgriffen wird dann die Karosserie aufgesetzt und fest mit dem Fahrgestell verschraubt.

Bild unten: Eine Spezialkupplung um Heck seines ISAR verschafft Herrn Herzog die Möglichkeit, sein Rennwägelchen zum Platz zu bringen. Die beiden kleinen Damen sind seine Töchter und ganz offensichtlich sehr stolz, auch mal in Vatis Rennwagen zu sitzen.
Anhaenger

Wie dem auch immer sei, Herr Herzog ist bei seinen Club-Kameraden beliebt und geachtet, denn wie er uns berichtete, konnte er bei den Rennveranstaltungen manchen ersten Preis erringen. Da diese Preise in Geld ausgezohlt werden, andererseits das Basteln an den Rennwägelchen doch mehr kostet, als man gemeinhin zur Verfügung hat, stellt so ein Preis eine willkommene Auffrischung der Bastel-Kasse dar.
Die bei den Micro-Midgets am häufigsten verwendeten GOGGOMOBIL-Teile sind der Motor und die Räder.
Wer GOGGOMOBIL-Fahrer ist, den wird diese Geschichte nicht verwundern, denn er weiß ja nur zu gut aus eigener Erfahrung, was in seinem Motor steckt und weiche erstaunliche Leistungen er schon in seiner Normalausführung hergibt.

AUS: Nachrichten für GLAS- und Goggomobil-Fahrer 7/1962



Fliegender Start
Bild oben: Eine besonders packende Aufnahme von einem fliegenden Start, mit dem das Feld der Micro Midgets in einem 40-Runden-Rennen über die eigens für diesen Zweck von den amerikanischen Truppen erbaute Betonpiste saust.
Bild unten links: Warten auf den nächsten Start. Gespannt verfolgen Teilnehmer der nächsten Kategorie die mit mörderischern Lärm über die Bahn rasenden Rennwagen ihrer Kameraden.
Driver
Im Fahrerlager


Bilder des Micro-Midget-Racers im Museum Speyer von Andreas Schey
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