| GLAS Automobil Club International e.V. |
Typenkunde Goggomobil Limousine |
 |
 |
 |
| Goggomobil mit "Ohrwaschl"-Lufteinlass, erste Serie |
Goggomobil Limousine mit "Selbstmörder"-Türen |
Goggomobil Limousine mit "Selbstmörder"-Türen und Rolldach |
Wenn man alle Änderungen am Goggomobil der 15 Produktionsjahre aufzählen will, füllt dies unendliche Seiten. Nachdem die ersten Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert wurden, kamen bald die ersten
Erfahrungen an das Werk zurück.
Doch bereits zuvor war die wichtigste Änderung durchgeführt worden: Die zuerst vorgesehene Entwicklung des Fahrzeugs mit einer Fronttür wurde durch die zwei Einstiegstüren an der Seite ersetzt. Dies gab dem Wagen ein automobilmäßiges Aussehen und hob sich von den anderen teilweise abenteuerlichen Rollermobil-Konstruktionen ab. Nicht zuletzt deshalb ist das Goggomobil der erfolgreichste Kleinwagen der Nachkriegsgeschichte geworden.
Die Presse verfolgte in ihren Testberichten sehr wohl die Anstrengungen des Werkes bei der konsequenten Weiterentwicklung und honorierte die Bemühungen in ihren Testberichten.
Für die Firma Glas war das Goggomobil neben der höchsten Stückzahl auch mit einer Produktionszeit von 1955 bis 1969 das am längsten gebaute Fahrzeug.
Zu Beginn war kaum ein Fahrzeug wie das andere. Doch die Karosserieform und die Grundkonzeption blieb über die gesamte Produktionszeit gleich: Zweizylinder-Zweitaktmotor im Heck und Pendelachse vorn und hinten. Man
muss schon genau hinsehen, um die einzelnen Baujahre zu unterscheiden.
 |
 |
 |
| Die ersten Bauserien bis September 1956 erkennt man an der verschraubten Karosserie und den aufgesetzten Kappen über der Kühlluftzuführung. Die Türen waren hinten angeschlagen ( bis März 1964 ). Die gesickten Stoßstangen und die Radkappen waren nur lackiert. |
Bis Herbst 1956 hat das Goggomobil keine Türverkleidungen. Zuerst sind die Türen innen mit Textilflocken bespritzt, dann mit einer
primitiven Pappe ausgelegt. Es gibt einfache Vordersitze, die wegen des besseren Einstiegs klappbar sind. Hinten ist eine Notsitzbank. |
Das Armaturenbrett ist im Herbst 1956 noch mit Dreispeichenlenkrad und langen Hebeln für die Blinker ausgestattet. Der angeschraubte
Aschenbecher war Zubehör. Das offene Ablagefach war von Anfang an und ist geblieben. Die ersten Fahrzeuge wurden mit Rollertachometer ausgeliefert. |
 |
 |
 |
| Seit Herbst 1956 ist das Goggomobil an Karosserie und Kotflügeln verschweißt. Die Schweißnaht wird durch Aluleisten abgedeckt. Es hat
Lüftungsschlitze statt Kappen am Heck. Felgen und Radkappen waren zwischenzeitlich auf die bekannte Form geändert und wurden wie die Stoßstangen ab Werk verchromt ausgeliefert. |
Ab Herbst 1956 haben die Limousinen ordentliche Türverkleidungen mit Taschen. Die Sitze wurden vorn und hinten verbessert, so
dass man jetzt von einem Viersitzer sprechen kann. |
Seit Herbst 1958 ist das kleiner gewordene
Zweispeichenlenkrad näher am Armaturenbrett. Dazu gibt es eine neue Anordnung der Bedienungsknöpfe am Armaturenbrett. Das Sicherheitslenkschloss ist erst ab 1961 serienmäßig. Viele frühere Fahrzeuge mussten umgerüstet werden. |
 |
 |
 |
| Bis Herbst 1957 hat das Goggomobil Schiebefenster. Hintere Ausstellfenster sind ab 1959 auf Wunsch gegen Aufpreis lieferbar. Wegen der geänderten Zulassungsbestimmungen in Deutschland sind bei der Limousine und dem Coupe seit 1964 die Türscharniere vorn. |
Kennzeichnend für die Ausstattung ab Herbst 1957 ist die Vordersitzausführung mit Lehnenverstellung. In den Türen gibt es Kurbelfenster.
Die Rücksitzbank ist ab 1958 für mehr Kopffreiheit tiefergelegt. Die großen
Änderungen in 1957 wurden werbewirksam in Prospekten und der Presse ausgeschlachtet. |
Der Innenraum des Goggomobils mit vorn angeschlagenen Türen, die seit März 1964 serienmäßig sind. Türtasche gibt es nur links, die zweite Sonnenblende kann nachgerüstet werden. Durch weite Türöffnungen ist der Einstieg bei den vorn angeschlagenen Türen nicht viel unbequemer als vorher. |
 |
 |
 |
| Goggomobil Limousine mit Türanschlag vorn |
Goggomobil Limousine mit Türanschlag vorn und Rolldach |
Goggomobil in US-Ausführung mit allen erdenklichen "Extras" |
|