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Der Lloyd-Ersatzteilfabrikant Bädeker und der ehemalige Borgward-Händler Walter Schätzle (der sich mittlerweile auf die Fertigung von Karosserieersatzteilen spezialisiert hatte) beschlossen 1968 - nach der Übernahme der Glas-Automobilproduktion durch BMW - die stillgelegte Goggomobil-Fertigung zu übernehmen.
AWS Schema Schätzle wollte aber nicht das orginale Goggomobil weiterbauen, sondern entwickelte das grundlegend neue Konzept eines Baukastenautos (der erste AWS-Prototyp hatte eine konventionelle Blechkarosserie, 2003 in USA zum Verkauf). Auf die Bodengruppe des Goggomobils wurde ein Gerippe aus Vierkantrohren gesetzt, durch Alu-Muffen verbunden, wodurch schnell und billig verschiedene Karosserieformen zusammengesetzt werden konnten. Auch Antrieb und Achsen wurden vom Goggomobil T250 übernommen. Die eigentliche Karosserie bestand aus einer Beplankung mit kunststoffbeschichteten Blechen, welche kurz zuvor die Salzgitter AG entwickelt hatte. Das Auto mußte also nicht lackiert werden,AWS Betriebsanleitung Schäden waren (wie beim Smart) schnell und einfach zu beheben. Ein Stück Auspuffrohr, mit Gummi überzogen, mutierte zur Stoßstange.
Das so entstandene Fahrzeug nannte man anfangs "Piccolo" und später "Shopper", es war aber nicht nur als "Einkaufswagen" gedacht und geplant, sondern für vielfältige Verwendungszwecke, als Pickup, Jagdwagen und Industrietransporter, auch an den Einsatz in Entwicklungsländern war gedacht. Sogar die Bundeswehr interessierte sich kurzfristig für die Konstruktion und ließ bei Büssing in Braunschweig die Eignung für ein leichtes, mit dem Fallschirm abwerfbares Fahrzeug für Luftlandetruppen prüfen.

AWS-Werk Berlin AWS-Industrie-Transporter AWS-Pickup
Links: Schätzle vor dem AWS-Werk Berlin, Mitte: AWS Industrie-Transporter, Rechts: AWS Pickup

Schätzle begann 1971 zunächst mit der Produktion in Hessen und versuchte mangels Eigenkapital die Fertigung an die Salzgitter AG und später an Hanomag zu verkaufen, es kam aber keine Zusammenarbeit zustande.
Shopper-Logo Wegen der Subventionen wurde 1973 die Produktion nach Berlin-Rudow, Kanalstraße 53-71 (früher Firma Hartmann, Ausrüstungen für Walfangschiffe und komplette Walverwertungsanlagen) verlegt. Nach dem Bau von etwa 1700 Wagen meldete AWS im Juli 1974 Konkurs an.
Interessenten und Bestellungen gab es anfangs genügend, aber die Fertigung kam durch verfehltes Management nicht recht in Gang. Als es dann 1974 mit der Herstellung endlich klappte, hielten sich die Käufer zurück - hatte doch gerade die erste Ölkrise mit Sonntagsfahrverbot und Tempolimit begonnen und der Zweitakter war restlos "out". Ausserdem kam die Herstellung in Kleinserie viel zu teuer und führte zu einem Verkaufspreis von 5400.- DM - zu viel für ein 80km/h-Autochen.

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Der AWS Shopper in der Bruce Weiner Collection
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Hobby AWS Shopper Links: der einzig mir bekannte AWS-Testbericht erschien in "hobby"

Der Testbericht liegt in digitalisierter Form vor, darf jedoch aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht publiziert werden.

Bitte beachten Sie auch die AWS-Prospekte (Prospekte/sonstige)

In Oldtimer-Markt 3/2004 ist unter dem Titel "Schlimmer gehts nimmer" ein AWS-Fahrbericht erschienen,
auch dieser Bericht darf hier nicht veröffentlicht werden.