Oldtimer-Info
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AWS Shopper

Vor 20 Jahren:
AWS präsentiert den Shopper 

(26.01.2001)
Leider hat Oldtimer-Info diese Seite nicht mehr online
und antwortet auch nicht auf unsere mehrfachen Anfragen, daher hier eine Raubkopie.


Wenn sie den speziellen "Goggo-Führerschein" hatten, mit dem sie Pkw bis 250ccm fahren durften, so war dieser zwar noch gültig, dummerweise gab es aber keine Firma mehr, die auch das passende Auto herstellte!

Diese Marktlücke sollte nach dem Willen seines Erfinders ab 1971 der AWS Shopper erfüllen.

Die eigentlich auf Karosserieersatzteile spezialisierte oberhessische Firma Walter Schätzle produzierte hierzu verschiedene Goggo-Teile in Lizenz und entwickelte eine eigene Karosserie, die allerdings mehr durch Zweckmäßigkeit als durch Eleganz bestach.

Den Grundaufbau bildeten genormte Aluminium-Winkelstücke, Steckverbindungen ermöglichten eine variable Gestaltung der verschiedenen Aufsätze.

Auf diese Weise ließen sich die kunststoff-beschichteten Bleche im (patentierten) Steckverfahren zu verschiedenen Karosserieformen zusammensetzen, was auch die Reparatur erleichterte:

Ein Schraubenzieher reichte auch für größere Karosseriearbeiten völlig aus. Die Anfangs nur aus einer zweitürigen Limousine bestehende Modellpalette erweiterte man später um die Ausführungen J (Jagdwagen), L (Lastwagen), K (Kombiwagen), I (Industrie) und I-L (Industrie-Lastwagen).

Obwohl der Shopper ein höchst einfaches Auto war, war der Preis des urigen Gefährts durch die Kleinserienproduktion nicht gerade niedrig, mit immerhin DM 5400 plus Mehrwertsteuer stand er in der Liste. 

Trotzdem stellte AWS bis Juli 1974 immerhin 1400 Exemplare her, danach meldete das inzwischen nach Berlin umgezogene Unternehmen Konkurs an.