Wenn sie den speziellen
"Goggo-Führerschein" hatten, mit dem sie Pkw
bis 250ccm fahren durften, so war dieser zwar noch gültig, dummerweise
gab es aber keine Firma mehr, die auch das passende Auto herstellte!
Diese
Marktlücke sollte nach dem Willen seines Erfinders ab 1971 der AWS
Shopper erfüllen.
Die eigentlich auf
Karosserieersatzteile spezialisierte oberhessische Firma Walter Schätzle
produzierte hierzu verschiedene Goggo-Teile in Lizenz und entwickelte eine
eigene Karosserie, die allerdings mehr durch Zweckmäßigkeit
als durch Eleganz bestach.
Den
Grundaufbau bildeten genormte Aluminium-Winkelstücke, Steckverbindungen
ermöglichten eine variable Gestaltung der verschiedenen Aufsätze.
Auf diese Weise ließen
sich die kunststoff-beschichteten Bleche im (patentierten) Steckverfahren zu verschiedenen
Karosserieformen zusammensetzen, was auch die Reparatur erleichterte:
Ein Schraubenzieher
reichte auch für größere Karosseriearbeiten völlig
aus. Die Anfangs nur aus einer zweitürigen Limousine bestehende Modellpalette
erweiterte man später um die Ausführungen J (Jagdwagen), L (Lastwagen),
K (Kombiwagen), I (Industrie) und I-L (Industrie-Lastwagen).
Obwohl
der Shopper ein höchst einfaches Auto war, war der Preis des urigen
Gefährts durch die Kleinserienproduktion nicht gerade niedrig, mit
immerhin DM 5400 plus Mehrwertsteuer stand er in der Liste.
Trotzdem stellte
AWS bis Juli 1974 immerhin 1400 Exemplare her, danach meldete das inzwischen
nach Berlin umgezogene Unternehmen Konkurs an.
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