GLAS Club
GLAS Automobil Club
International e.V.

In 2005:
GLAS-Geschichte ab 2007/8 im Neuen Museum

Nach jahrelangen Tauziehen ist es nun soweit. Die Geschichte der Hans Glas GmbH wird ab 2008 in einem Neuen Museum zu sehen sein.

Mit Beschluss des Stadtrates vom 16. Dezember 2004 soll die "Neue Abteilung" organisatorisch und städtebaulich an das bestehende "stadtgeschichtliche Museum" angegliedert werden.
Damit wird in einem Museumsquartier Geschichtsvermittlung von den Anfängen bis zur Gegenwart realisierbar. Das "gesamte Museum" stärkt die Identität der Bürger, vermittelt "Aspekte lokaler und regionaler Entwicklungen" an eine breite Öffentlichkeit und spricht bekannte wie neue Zielgruppen an.
Es bietet Raum und Atmosphäre für zeitgemäße, kulturelle und gesellschaftliche Nutzungen zur Stärkung des Museumsstandortes.

Das "Neue Museum" in der Stadt Dingolfing will zukünftig vor allem das Profil der Stadt Dingolfing als moderne, weltoffene Stadt mit reichen historischen und kulturellen Wurzeln stärken.
Als Ostbayerns größter Industriestandort soll das Museum die wesentlichen Entwicklungsachsen anschaulich darstellen:

  • Dingolfing auf dem Weg ins Industriezeitalter
  • Hans Glas - die "Niederbayerische Erfolgsgeschichte" - von der Sämaschine zum High Tech – Automobil der BMW AG.
  • Das Museum hat überregionalen Charakter. Tausende Beschäftigte und Dienstleister werden täglich an den Industriestandort herangeführt. Damit werden nicht nur ortsansässige potentielle Museumsbesucher angesprochen.
  • Mit der BMW AG - Abteilung öffentlichkeitsarbeit und BMW Mobile Tradition soll eine kooperative Zusammenarbeit angestrebt werden. 35 000 Besucher des Werkes Dingolfing erwarten eine weitere interessante Begegnung am Führungsprogramm der BMW AG.

Die Neuaufstellung der "Neuen Abteilung" orientiert sich an der geschichtlichen Entwicklung des Standorts Dingolfing. Dies umfasst den Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts, "Eröffnung der Eisenbahn" und reicht bis zur Gegenwart. Die Darstellungsebenen reichen dabei von :

  • Transformation einer Agrargesellschaft
  • Implementierung einer Fabrik
  • Städtebaulicher Wandel
  • Produktions- und Produktwandel
  • Lebens- und Alltagswelten
  • Umwelt Industriestadt
  • Integration

Die Ausrichtung der "Neuen Abteilung" basiert auf dem Standpunkt der "kritischen Reflexion" einer über 100-jährigen Industriegeschichte.
Das "Neue Museum" stellt auf 1000 m² eine Ausstellungskonzeption vor, bei dem der Besucher durch spannungsbezogene Inszenierungen geführt wird.

Museumscafé und Bistro
Ein neu zu erstellender Gebäudekomplex soll das Café bzw. Bistro aufnehmen. Durch das erweiterte Angebot soll den auswärtigen Besuchern der Museumsaufenthalt so angenehm wie möglich präsentiert werden.
In Verbindung von Haupthof und Terrasse entsteht gerade im Sommer einer der schönsten und attraktivsten "Gärten" im Innenstadtbereich.

Museumsquartier Dingolfing
Das Museumsquartier in der Stadt Dingolfing hat in seiner Gesamtbetrachtung einen einzigartigen Charakter. Es vereint wieder einen historisch zusammenhängenden Gebäudekomplex und nutzt ihn in einem neuen übergeordneten geschichtlichen Zusammenhang:

  • mit der Darstellung von Objekten, Artefakten und Objektivationen seit der Jungsteinzeit bis in die frühe Neuzeit
  • mit der Darstellung konkreter Lebens- und Alltagswelten einer über 100–jährigen Industriegeschichte
  • mit der Darstellung einer "außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte" einer niederbayerischen Kleinstadt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Georg Rettenbeck MA
Stadtarchiv- und Museumsleiter


"Dingolfing zeigt Industriegeschichte"
oder:
Besuchen Sie das GLAS-Museum,
solange es noch steht!

Hans GLAS am Schreibtisch im MuseumUnter der Anwesenheit vieler "alter Glaserer", an der Spitze Ehrenbürger Karl Dompert, wurde am 1. September 2001 von der Stadt im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten die Ausstellung "Dingolfing zeigt Industriegeschichte" eröffnet.

In dem ehemaligen Schreinerei-Betriebsgebäude hat die Sammlung nur eine vorläufige Bleibe, denn das Objekt an der BGR-Josef-Zinnbauer-Straße soll später im Zuge der Stadtsanierung abgerissen werden. Eigentlich schade, denn das Museum ist mehr als nur ein Provisorium, es wurde sehr professionell gestaltet und begeisterte vom ersten Tag an zahlreiche Besucher ihre Meinung: "Absolut sehenswert,Goggomobil Cabriolet eine Attraktion für Dingolfing!"
Dabei handelt es sich um kein ausgesprochenes "GLAS-Museum", wie die Initiatoren von der Stadt betonen. Trotzdem geht es natürlich vorrangig um die Geschichte der Firma GLAS, um ihre Produkte und um die Unternehmerfamilie selbst. Der Familienstammbaum ist hier genauso plastisch dargestellt wie die Anfänge der späteren Autofabrik als kleiner Handwerksbetrieb. Die Exponate atmen dank ihres liebevoll gestalteten Umfeldes viel Zeitgeist. So scheint im ersten Stock "Papa Glas" wie er leibt und lebt an seinem Schreibtisch mit der berühmten Handkurbel-Rechenmaschine zu sitzen - ein lebensgroßes Foto macht's möglich! Die Fahrzeugpalette umfasst alle gebauten Typen und einige Einzelstücke. Karl Jungmayer hat seine GLAS-Sammlung der Stadt als Leihgabe überlassen und es wäre sehr bedauerlich, wenn diese wieder in irgendwelchen Depots verschwinden würde.

Goggo LastenrollerGoggomobil, Goggo RollerGLAS 04, GLAS V8

Nur ein paar kleine Kritikpunkte seien an dieser Stelle angebracht: Für die Beschriftung der Autos wurden leider die oft fehlerhaften Daten aus dem Rosellen-Buch einfach übernommen. Beim Thema GLAS-Motorsporterfolge wäre ein Goggomobil oder noch besser ein 04 TS im Renn-Outfit (bei der Beschaffung eines geeigneten Exponates hätte der GLAS-Club bestimmt gerne geholfen!) wohl passender gewesen als ein Micro-Midget-Rennwagen, der nur indirekt etwas mit den Dingolfingern zu tun hatte. Und ob ein AWS-Shopper unbedingt in eine - zudem räumlich sehr begrenzte - Ausstellung über die Hans GLAS GmbH gehört, auch darüber ließe sich streiten. Trotzdem sei allen GLAS-Fans empfohlen:

"Besuchen Sie das "GLAS-Museum", solange es noch steht!".

Als "Glücksfall" könnte sich ein für die Stadt unglücklicher Umstand erweisen: Wegen des, Rover-Desasters fließen die Gewerbesteuer-Einnahmen von BMW nicht mehr so üppig, im Stadtsäckel fehlt daher Geld, was die Neubaumaßnahme an der Stelle des gegenwärtigen Industriemuseums hinauszögern könnte.
Insider sprechen von mindestens zwei Jahren.

Text: Ferdinand Mader
Fotos: A.Gutknecht

Goggo CoupeAWS ShopperLanz Dampfmaschine vor dem Museum

Öffnungszeiten:
ab 1.Mai bis 3.November 2002 Sa., So. und an Feiertagen von 10H00-18H00 sowie nach Vereinbarung.
Führungen für Gruppen nach Anmeldung unter Tel. 08731/501130 oder 501128.
Eintritt: Erwachsene € 2.50, Kinder € 1.50, Familien € 5.00.




Noch ein Wort in eigener Sache: Die meisten der oben gezeigten Bilder können durch anklicken größer dargestellt werden.
Basierend auf Fotos von K.v.Hoegen und T.Martin und einigen Zutaten habe ich einen kleinen Rundgang vorbereitet, zu dem Sie sich hier einklicken können:

Zum Museum-Rundgang.